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Blitz

230 Volt auf See – aus der Bordbatterie!

Sich treiben lassen und einfach dort vor Anker gehen, wo es am schönsten ist: das hat für leidenschaftliche Segler und Wassersportler einen viel größeren Reiz als der Aufenthalt in einer Marina. Wer auf dem Wasser aber schnell mal einen Kaffee kochen oder die Mikrowelle anschmeißen will, hat ein Problem. Weil fernab von jedem Hafen die Steckdose fehlt, die die gewohnten 230-Volt-Verbraucher mit Strom versorgt.
Es sei denn, man hat eine solche „Steckdose“ gleich dabei. In Form eines Wechselrichters, der aus der 12-Volt- oder 24-Volt-Gleichspannung der Batterie eine Wechselspannung von 230 Volt erzeugt. Hilfreich übrigens auch in so mancher Marina, um Stromausfälle einigermaßen komfortabel zu überbrücken...

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Sinuswelle

Welche 230-Volt-Verbraucher kann man über Bordbatterie und Wechselrichter betreiben?

Kaffeemaschine Microwelle Staubsaugen Batterien

Im Prinzip alle, die zum Alltag gehören: Kaffeemaschine, Mikrowelle, Staubsauger, TV/SAT, Zahnbürste, Föhn … Was in der Praxis möglich ist, hängt von der Kapazität der Bordbatterie, der Stromaufnahme des Verbrauchers und der Leistung des Wechselrichters ab, die auf den Verbraucher abgestimmt sein muss. Wichtig zu wissen: wie viel Strom aus der Batterie entnommen wird, bestimmt allein der angeschlossene Verbraucher; die Größe des Wechselrichters spielt dabei keine Rolle. Ob eine TV/SAT-Anlage mit 60 Watt nun über einen 350-Watt- oder einen 1300-Watt-Wechselrichter betrieben wird - die Stromentnahme liegt in beiden Fällen bei ca. 6 Ampere (Leistung des Verbrauchers : 10 = Stromentnahme/pro Stunde).

Wie groß sollte der Wechselrichter sein...

Er muss groß genug sein, um den Betrieb des leistungsintensivsten 230-Volt-Verbrauchers zu sichern. Wer nur TV schauen, Notebook oder Handy aufladen will, ist mit einem kleinen 350-Watt-Wechselrichter (z. B. WAECO SinePower MSI 412/MSI 424) bestens beraten. Soll aber eine PAD-Kaffeemaschine mit an Bord, die 1600 Watt zieht, muss eine größer dimensionierte Lösung her. Empfehlenswert wäre in diesem Fall z. B. ein 1800-Watt-Wechselrichter wie der WAECO SinePower MSI 1812/MSI 1824.

...und wie sieht’s mit der Batteriekapazität aus?

Leistungsstarke Verbraucher, großer Wechselrichter – da muss auch die Kapazität der Bordbatterie(n) mithalten können. Sofern Platz und Gewicht keine Rolle spielen, gilt: je größer die Batterie ist, desto länger kann ihr Strom entnommen werden. Darüber hinaus sind bei der Auswahl die beiden folgenden Aspekte zu berücksichtigen: um Tiefentladung zu verhindern, sollte der Batterie möglichst nur die Hälfte ihrer Kapazität entnommen werden. Bei einer 120 Ah-Batterie wären das also rund 60 Ah. Und: die meisten Wechselrichter haben nur einen Wirkungsgrad von max. 80 %. Wenn sie also 1000 W Leistung für einen 230-Volt-Verbraucher benötigen, müssen sie der Batterie ca. 1200 Watt entnehmen. Bei den hochwertigen SinePower Sinuswechselrichtern von WAECO fällt die Bilanz besser aus. Ihr Wirkungsgrad liegt bei 92 %; für einen 1000-Watt-Verbraucher ziehen sie also lediglich ca. 1080 Watt.

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Wechselrichter oder Sinuswechselrichter?

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Die von 230-Volt-Verbrauchern verlangte Wechselspannung hat einen wellenförmigen Verlauf, unterscheidet sich also gravierend vom 12-Volt- oder 24-Volt-Gleichstrom aus der Bordbatterie. Um diesen entsprechend umzuformen, bietet der Markt verschiedene Lösungen an.
Die weniger aufwändig konstruierten Trapez- oder Rechteckwechselrichter erzeugen eine sinusähnliche Spannung (trapez- oder rechteckförmig), die für einfachere Verbraucher (Wasserkocher, Föhn, Lampe) ausreicht. Für die Versorgung empfindlicher Verbraucher (Notebooks, Kaffeeautomaten, elektrische Zahnbürsten, Ladegeräte) muss es unbedingt ein Sinuswechselrichter sein, der eine reine Sinusspannung wie aus der heimischen Steckdose liefert (wellenförmig). Auf sinusähnliche Spannung reagieren diese Geräte mit Betriebsstörungen oder Totalausfall. Da die Zahl sensibler elektrischer Verbraucher immer mehr zunimmt, lohnt es sich, von vornherein in einen Sinuswechselrichter zu investieren.
Die gibt es bei Dometic WAECO schon ab 99,- € (Serie WAECO SinePower). Ein Wechselrichter mit modifizierter Sinusspannung ist bereits ab 59,- € zu haben (Serien WAECO PocketPower/WAECO PerfectPower).

Wann eine Netzvorrangschaltung Sinn macht

Die im Wohnmobil vorhandenen Steckdosen sollen für Landstrom und Wechselrichter genutzt werden? Dann ist unbedingt ein Wechselrichter mit Netzvorrangschaltung für 230 Volt erforderlich. Diese ist bei allen größeren WAECO SinePower Sinuswechselrichtern und PerfectPower Wechselrichtern vorhanden. Die Vorrangschaltung bewirkt, dass der Wechselrichter anliegenden Landstrom erkennt, diesen auf die Steckdosen durch- und sich selber unverzüglich abschaltet. Ohne Netzvorrangschaltung würde der Wechselrichter bei der „Begegnung“ mit Landstrom vermutlich Totalschaden erleiden.

WAECO SinePower Sinuswechselrichter: Netzvorrangschaltung mit Spannungssynchronisierung

Info

Eine Netzvorrangschaltung sorgt für den automatischen Wechsel von der Wechselrichterspannung zu Landstrom, sobald dieser anliegt. Da viele Verbraucher auf eine unterbrechungsfreie und „reibungslose“ Umschaltung der Spannung angewiesen sind, verfügen alle WAECO Sinuswechselrichter ab 1800 Watt aufwärts über eine Netzvorrangschaltung mit Spannungssynchronisierung – serienmäßig oder optional. Hier wird die Wechselrichterspannung zur Netzspannung synchronisiert und blitzschnell umgeschaltet.

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